Passivhaus

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Mit der Entwicklung der Bauwirtschaft und mit der Erhöhung des menschlichen Bewusstseins in Bezug auf die Ökologie haben sich auch die Normen im Bereich des Energieverbrauchs verändert. Das Energiesparhaus gilt zurzeit als Standard.

Das Haus, das die passiven Standards erfüllt, wird zu einer immer beliebteren Lösung. Der Grund dafür ist, dass ein solches Haus weniger Energie als ein energieeffizientes Haus verbraucht. Der Energieverbrauch eines Passivhaus beträgt maximal 15kWh/m2*Jahr.

Zum Vergleich: In einem energieeffizienten Haus beträgt dieser Koeffizient maximal 70 kWh/m2*Jahr. Durch die Verwendung verschiedener Lösungen ist es gelungen, den Energieverbrauch in einem Passivhaus deutlich zu minimieren. 

Wie kann man eigentlich die Passivität eines Hauses erreichen?

  • ein Passivhaus sollte eine einfache und geschlossene Struktur mit einem niedrigsten A/V- Koeffizienten (Verhältnis der Außentrennwände zu der Kubatur des Gebäudes) haben, im Gegensatz zu einem Energiesparhaus, das mehr Möglichkeiten bei der Projektgestaltung bietet.
  • die Südwand des Hauses sollte eine möglichst große Glasfläche haben, um die Energie aus der Sonnenstrahlung am effektivsten zu nutzen. Die Nordwand sollte eigentlich keine Verglasungen haben oder zumindest ihre Fläche sollte deutlich reduziert werden.
  • alle Trennwände (Wände und Dach) sollten zusätzlich gedämmt werden, sodass der Wärmeübergangskoeffizient einer Trennwand nicht    0,15 W/m2*K überschreitet. Dazu muss auch die Fundamentplatte zusätzlich gedämmt werden.
  • beseitigung oder Beschränkung von Wärmebrücken durch zusätzliche Dämmung kann den Energiebedarf verringern.
  • fenster und Türen sollten einen niedrigen Wärmeübergangskoeffizienten haben und vor allem richtig montiert werden.

In Passivhäusern ist der Einsatz von mechanischer Lüftung mit Wärmerückgewinnung eine notwendige Voraussetzung, da der Großteil der zur Gebäudeheizung erforderlichen Wärme aus der Sonnenstrahlung und aus der durch die Geräte abgebenden Energie gewonnen wird.

 

Die Einrichtung der mechanischen Lüftung mit Wärmerückgewinnung lässt bis zu 95% der Luftwärme zurückgewinnen. Aufgrund des geringeren Energiebedarfes werden in Passivhäusern keine traditionellen Heizungsquellen verwendet. Anwendung finden hier die erneuerbaren Energiequellen wie z.b. Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen usw.