Hausinstallationen

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Menschliches Bewusstsein und Energieeffizienz

Die zunehmende Sensibilisierung der Menschen und die EU-Anforderungen an Ökologie und Energieeffizienz erzwingen in großem Umfang die Anwendung von nicht üblichen technischen Hausinstallationen.
Immer häufiger werden alternative, erneuerbare Wärme- und Energiequellen verwendet wie Wärmepumpen, Sonnenkollektoren, Photovoltaik und Windkraftanlagen. Ein mechanisches Lüftungssystem ist sogar bereits ein Standard im energieeffizienten Bauen.
Richtig ausgewählte Installationslösungen bringen die Reduzierung der Kosten für die Instandhaltung des Hauses mit sich und können einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben.


Mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Das Lüftungssystem mit forcierter Luftbewegung. Für die Wärmerückgewinnung aus der Abluft außerhalb des Gebäudes und ihre Übergabe an die frische Luft im Gebäude ist nämlich der Rekuperator verantwortlich.

 

Dies verbessert die Qualität der Raumluft, wodurch sich auch der Komfort der Nutzung verbessert. Zudem verhindert es die Entstehung von Feuchtigkeit und die Bildung von Bakterien und Schimmel.

 

Ein gut konzipiertes und ausgeführtes Lüftungssystem ermöglicht es Ihnen im Gegensatz zur Gravitations-Lüftung, sogar bis zu 95% der Wärme aus der Abluft zurückzugewinnen und die Heizungskosten deutlich zu reduzieren.


Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist eine Maschine, die die Wärme aus der Umwelt (Luft, Wasser, Grund) aufnimmt und diese auf ein Heizsystem überträgt.

 

Diese Energie kann der Wasser- oder Hauserwärmung dienen.

Die Wärmepumpe lässt die Heizkosten um bis zu 50% reduzieren.

 

Die beste Effizienz erreicht die Wärmepumpe in Verbindung mit einer wässrigen Fußbodenheizung. Zudem stößt sie keine Abgase aus. Dadurch verursacht sie keine Luftverschmutzung und stellt eine gute umweltfreundliche Lösung dar.

 

Der Nutzungskomfort dieser Anlage wird durch seinen praktischen und wartungsfreien Charakter betont.


Windkraftanlage

Die Windkraftanlage produziert Energie aus Bewegung der Luftmassen. Gegenwärtig sind die Turbinen mit horizontaler Rotationsachse am beliebtesten, die einen maximalen Wirkungsgrad von 80% erreichen können, und die Turbinen mit vertikaler Rotationsachse, die den Wirkungsgrad bis zu 40% erreichen. 

 

Die durch Windkraftanlagen erzeugte Energie hängt unter anderem von der geografischen Lage, Gelände, Strommasthöhe, Jahreszeit und Tag ab. Im Sommer produziert die Windkraftanlage nur 40% der jährlichen Energie, im Winter hingegen sogar bis zu 60%.

 

Um die Windkraftenergie möglichst optimal auszunutzen, sollte man diese zur Wassererwärmung verwenden, weil es keine großen Verluste verursacht.

 

Als Beispiel: Eine Windkraftanlage mit der Turbine mit einer Leistung von 1 kW für 24 Stunden erzeugt etwa 4-5 kWh, was 8 Glühbirnen mit je 100 W über 6 Stunden pro Tag und andere elektrische Geräten betreiben kann. Der Kostenaufwand für die Windkraftanlage zahlt sich innerhalb von ca. 6 Jahren zurück. 


Photovoltaikanlagen

Die Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenstrahlung in elektrische Energie um. Sie können als selbstständige Energiequelle (off-grid) eingesetzt werden, die die erzeugte Energie in Batterien speichern und dann diese den Geräten zuführen.

 

Die erzeugte Energie (oder sein Überschuss) kann mittels externer Netzwerke (on-grid) weitergeleitet werden. Die beiden oben genannten Lösungen sind sehr vorteilhaft im Hinblick auf die Finanzen (Reduzierung der Strom- und Heizungskosten) und die Umwelt zugleich, weil umweltfreundliche und erneuerbare Energiequellen zum Einsatz kommen.

Im Gegensatz zu Sonnenkollektoren können die Photovoltaikanlagen auch bei Bewölkung arbeiten. Der Kostenaufwand für die Einrichtung einer solchen Anlage ist leider recht hoch, allerdings fallen die Preise schnell, wodurch sie zu einer immer beliebteren und kostengünstigere Lösung wird.


Sonnenkollektoren

 

Das Funktionsprinzip ist ähnlich wie bei Photovoltaik aber mit dem kleinem Unterschied, dass die Sonnenkollektoren die Sonnenstrahlen in Wärmeenergie umwandeln, um Wasser zu erwärmen.

 

Bei Bewölkung und im Winter ist ihre Leistung sehr gering, was bedeutet, dass sie praktisch das Wasser nicht erwärmen können. Die Betriebskosten der Solarpaneele sind relativ gering im Vergleich zu den Vorteilen ihrer Verwendung.

 

Der Kostenaufwand für die Einrichtung der Sonnenkollektoren ist entscheidend billiger als im Falle der Photovoltaikanlage. Die Kosten ihrer Einrichtung zahlen sich sicherlich nach ein paar oder mehreren Jahren zurück, natürlich je nach Art der Hauptwärmequelle, der Anzahl der Benutzer usw. 


Heizkörper versus Fußbodenheizung. Was ist günstiger und besser?

Die Auswahl eines Heizsystems hat einen wesentlichen Einfluss auf viele Faktoren, die mit dem Haus und seiner Nutzung verbunden sind, u.a. Heizungskosten, Wärmekomfort, Ästhetik.
Bei der Auswahl eines Heizsystems sollten vor allem Art der Wärmequelle, der Wärmedämmung und Installationskosten berücksichtigt werden.

Nachstehend die Vor- und Nachteile der beiden Heizsysteme.


Fußbodenheizung:

+ gleichmäßige und optimale Temperaturverteilung im Haus
+ hoher Komfort für Benutzer
+ ideal für den Einsatz mit Niedertemperaturwärmequellen (Wärmepumpen, Dampfkessel)
+ geringerer Energieverbrauch
+ installation ist unsichtbar, unter dem Boden versteckt
+ nach dem Abschalten der Wärmequelle erhält sie über ein paar Stunden eine bestimmte Temperatur aufrecht

- lange Aufwärmzeit der Anlage
- es können keine Teppiche, Teppichböden oder ähnliches verlegt werden, da diese die Effizienz der Anlage reduzieren
- benötigt sorgfältige Ausführung
- höhere Einrichtungskosten


Heizkörper:

+ einfache Einstellung der Effizienz
+ mögliche Anpassung des Heizkörpers an jeden Raum (Optimierung der Heizleistung)
+ geringere Einrichtungskosten im Vergleich zu Fußbodenheizung
+ schnellere und einfachere Montage
+ dekorative Funktion

- heizkörper nehmen viel Platz im Raum ein
- ungleichmäßige Temperaturverteilung, wodurch den Wärmekomfort verringert wird
- nach dem Abschalten der Wärmequelle übertragen sie keine Wärme


Die Auswahl der Heizungsanlage sollte von der Art der Gebäudeheizung abhängig gemacht werden.
Die Heizkörper können in Räumen mit einer kleinen Fläche angewendet werden.
Es empfiehlt sich nicht, auf einem Stockwerk eines Hauses beide Heizungsanlagen zu kombinieren.


Können in Energiesparhäusern Kamine eingesetzt werden?

In Häusern mit energiesparendem Standard können auf jeden Fall Kamine eingebaut werden.

Sie dienen jedoch nicht zur eigenständigen Beheizung des Gebäudes, sondern nur als eine Ergänzung oder als eine Alternative im Falle eines Ausfalls der primären Wärmequelle.

Perfekt geeignet für Winterabende im Familien- oder Freundeskreis. Sie haben einen besonderen Reiz.
Von der Einrichtung von Kaminen in Passivhäusern wird eher abgeraten, weil diese zu viel Wärmeverlust durch den Schornstein verursachen.


Energieeffiziente Fenster: Fenster-Koeffizient versus Verglasungs-Koeffizient (Uw oder Ug?).

Die Verwendung von energieeffizienten Fenstern ist bereits ein Standard im Bauwesen, unabhängig von der jeweiligen Technologie.

Bei der Auswahl der Fenster sollte man einige Parameter beachten. Der wichtigste Faktor, der die Energieeffizienz von Fenstern bestimmt, ist der Wärmeübergangskoeffizient, angegeben in W/(m2 * K).

 

Je geringer der Uw-Koeffizient ist, desto energieeffizienter sind die Fenster. Der Ug-Koeffizient bestimmt den Wärmeübergang des Glases und ist geringer als Uw. Dies wird sehr oft für Marketingzwecke von den Verkäufern verwendet. Es wird beim Verkauf der Koeffizient des Glases, nicht aber des Fensters angegeben, deshalb sollte man bei der Auswahl der Fenster den Uw-Koeffizienten, nicht aber den Ug-Koeffizienten beachten.  

Bei der Auswahl von PVC-Fenstern sollte man Folgendes beachten:

  • Dicke der Tragwand, was einen Einfluss auf die Baustatik und Festigkeit der Fenster hat
  • Dicke der Stahlverstärkung (Bewehrung), die das Profil verstärkt
  • Anzahl der Elemente von Beschlägen (dies kann den Komfort verbessern)