Energieeffizienz

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Worauf sollte man bei der Auswahl des Grundstückes achten?

  • Prüfen Sie die Lage des Grundstückes, seine Umgebung, ob es in der Nähe keine Industrieanlagen, Deponien oder Kläranlagen gibt
  • Prüfen Sie, ob das Grundstück eine Zufahrt hat
  • Prüfen Sie, ob das Grundstück erschlossen ist und zu welchen Anschlüssen es Zugang hat
  • Achten Sie auf die Grundstückform. Optimal ist ein rechteckiges oder quadratisches Grundstück. Ein Grundstück mit einer unregelmäßigen Form lässt sich schwer bewirtschaften, wodurch auch das Haus dem Grundstück angepasst werden muss. Von großer Bedeutung ist hier auch die Geländestruktur. Je ungleichmäßiger und hügeliger ein Grundstück ist, desto anspruchsvoller werden die Bauarbeiten sein. Dies alles erhöht den Kostenaufwand.
  • Lassen Sie die Grenzen des Grundstückes prüfen, am bestens sollte es ein Vermessungsingenieur machen
  • Prüfen Sie die Ausrichtung des Grundstückes nach den Himmelsrichtungen. Ideal ist es, wenn sich der Hauseingang und die Garage auf der Nordseite befinden.
  • Wenn möglich, beachten Sie bitte die Windrichtung und prüfen, ob es Zugluft gibt
  • Prüfen Sie, ob es früher auf dem Grundstück keine Deponien, unterirdischen Becken, Fundamentreste oder unterirdischen Bauten usw. gab
  • Prüfen Sie auch, ob das Grundstück bewaldet ist und ob es möglich ist, das Haus zu bauen ohne vorher Baumfällen zu müssen
  • Prüfen Sie, ob die Umgebung durch Lärm belastet wird. Vielleicht gibt es in der Nähe große Spiel- oder Festplätze, Sehenswürdigkeiten oder stark befahrene Straßen
  • Bevor Sie ein Grundstück kaufen, besuchen Sie dieses am Vormittag gegen 9 Uhr, am Mittag und am Nachmittag gegen 17 oder 18 Uhr. Beachten Sie bitte, wo der Schatten fällt und denken daran, dass sich der Azimut der Sonne im Winter viel niedriger als im Sommer befindet. Denken Sie auch daran, dass Laubbäume im Winter den Lichteinfall ermöglichen und im Sommer Schatten geben.   


Was ist ein energieeffizientes Haus?

Wie bereits der Name andeutet, ist dies ein Gebäude, das sich durch einen niedrigen Koeffizienten des Primärenergiebedarfs (EP) auszeichnet, der zum Beheizen des Gebäudes und Wassers, für die Lüftung und Klimaanlage benötigt wird.

Der niedrige EP-Koeffizient bedeutet niedrigere Rechnungen für die Instandhaltung des Hauses.
Der EP-Koeffizient bestimmt den jährlichen Bedarf an nicht erneuerbarer Primärenergie, die für Lüftung, Heizung und Wassererwärmung nötig ist.

 

Ab dem 1. Januar 2014 gelten die neuen Vorschriften, die den EP-Koeffizienten bei einem Höchstgehalt von 120 kWh(m2*Jahr) bestimmen. Ab 2017 wird erwartet, dass der EP-Koeffizient maximal 95 kWh(m2*Jahr), und ab 2021 70 kWh(m2*Jahr) betragen wird.

Die Vorschriften gelten nicht für bereits existierende Gebäude.


Der EP-Koeffizient wird in dem Gebäudeenergieausweis bestimmt, der zusammen mit der Bauplanung bei dem zuständigen Amt einzureichen ist. Wenn das Gebäude nicht den Normen entspricht, wird keine Baugenehmigung erteilt.


Klassifizierung von Gebäuden gemäß Effizienz-Normen

Ein energieeffizientes Haus ist das Haus, in dem der EUCO-Koeffizient, der den tatsächlichen Bedarf an Wärmeenergie bestimmt, 

≤70 kWh/(m²*Jahr) beträgt.

 

Normenübersicht:

  • über 70 kWh/m²/Jahr – Haus außerhalb der Energieeffizienzklasse
  • 30-70 kWh/m²/Jahr – Energiesparhaus
  • 15-30 kWh/m²/Jahr – Niedrigenergiehaus
  • 1-15 kWh/m²/Jahr – Passivhaus
  • 0 kWh/m²/Jahr - Nullenergiehaus
  • Haus mit positiver Energiebilanz – Plusenergiehaus


Woraus ergibt sich ein so niedriger Energiebedarf?

Der niedrigere Energiebedarf ist von vielen Faktoren abhängig. 

 

Die wichtigsten sind:

  • Dichtheit des Gebäudes
  • Wärmedämmung der Gebäudetrennwände (Dach und Wände) mit einem niedrigen Wärmeübergangskoeffizienten
  • Begrenzung der Wärmebrücken
  • Verwendung von Fenstern und Türen mit einem niedrigen Wärmeübergangskoeffizienten
  • Entsprechend ausgewählte und ausgeführte Heizung und Lüftung mit hoher Effizienz
  • Architektur des Gebäudes
  • Lage des Gebäudes, Geländebeschaffenheit und Sonnenbestrahlung
  • Qualität und Ausführung des Gebäudes


Warum energieeffiziente Häuser?

Die Energiesparhäuser haben viele Vorteile gegenüber der traditionellen Bauweise.

 

Zu den wichtigsten Vorteilen zählt man:

  • Reduzierung der Wärmeverluste, wodurch der Kostenaufwand für die Heizung sinkt
  • Niedrigerer Energiebedarf, wodurch auch die Ausgaben für die Instandhaltung des Gebäudes reduziert werden
  • Niedrigere CO2-Emission, wodurch das Haus umweltfreundlich ist
  • Freundliches Mikroklima im Inneren des Gebäudes (mit Zwangslüftung)
  • Höherer Marktwert des Gebäudes
  • Bessere Verfügbarkeit von Zuschüssen oder Krediten für den Bau